Freitag, 24. Januar 2014

Über Weltschmerz, Fortuna und Fisch in Salz

Manchmal hat man das Gefühl, dass sich alles und alle verschworen haben. Dass die Gondeln Trauer tragen, dass Fortuna irgendwo in einer Grotte hängt, wenig Lust hat, die Füllhörner auszuschütten und die Sterne für alle funkeln, nur nicht für die eigene Seele.


Natürlich kann man dann den Kopf in den Sand stecken. Aber was viel besser hilft, ist ein gutes Essen - am besten noch selbst gekocht.

"Die Sonne kann nicht immer scheinen." hat meine Oma immer gesagt, wenn dunkle Stimmungswolken über meinem Kopf aufzogen, die Laune sich in den Keller verabschiedete und allgemeiner Weltschmerz sich wie ein eklig klebender Schimmelpilz über allem ausbreitete.
"Ist alles halb so wild Mädchen!" war dann der nächste Satz, der folgte und dann ging sie in die Küche und ich konnte darauf vertrauen, dass das Klappern der Töpfe, das Öffnen und Schließen der Kammertür und der feine Geruch von Vanille oder anderen angenehmen Düften schon ein paar Minuten später die Welt wieder in andere Farben tauchten.

Gutes Essen ist und bleibt Nahrung für die Seele.

Und weil heute so ein allgemeiner Weltschmerztag war, dachte ist, dass es eine gute Idee ist, den  Herd anzuwerfen und etwas Leckeres zu kochen. Die Wahl fiel auf "Dorade im Salzmantel". Eine gute Wahl - nicht nur als Seelentröster. Das Essen ist schnell zubereitet und es schmeckt einfach köstlich. Nun scheint die Sonne wieder. :-)

Die rohen Fische werden auf das Salz gelegt


Fenchel und Kartoffel garen gemeinsam im Backofen

Der fertige Fisch - hauchzart, saftig und lecker

 
Die Hoffnung stirbt zuletzt :-)





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