Montag, 26. August 2013

Lazy Sunday

Letzte Nacht bin ich im Traum geflogen. Ich habe Anlauf genommen, habe die Arme ausgebreitet und als ob es das Normalste der Welt wäre, haben sich meine Füße vom Boden gelöst, sodass ich hoch hinauf in den Himmel steigen konnte. Was für ein tolles Gefühl über allem zu schweben. Solche Träume sind selten und vielleicht lag der Anlass für dieses Geschenk in dem Tag zuvor - in einem echten lazy sunday.


Mag sein, dass jeder mit lazy etwas anderes verbindet. Für mich ist es die Freiheit, die Dinge fließen zu lassen. Keine Verpflichtungen zu haben und mich dem hinzugeben, was mich ruft. Das ist gar nicht so leicht in der heutigen Zeit zu realisieren. Wir sind es gewohnt zu planen und auch in meinem Hirn gibt es eine ellenlange Liste von Dingen, die ich in der mir verbleibenden Zeit noch erledigt haben will. Ganz oben stehen diverse Reisen, Begegnungen, Dinge, die ich lernen will und und und. Wie gesagt: ellenlang.

Umso entspannter war es gestern, das alles zur Seite zu packen und mich im Schneckentempo von Augenblick zu Augenblick zu bewegen. Vom Picknick unter einem Baum mit Blick auf das Wasser und die Segelboote, barfuß weiter zur Sacrower Kirche, von dort nach Kladow an den Hafen, um bei einem Gläschen Wein die Ausflugsstimmung einzusaugen. Weiter dann zum Kudamm ins Eiffel, einem Restaurant, das zu Unrecht ein wenig unter seiner "Kudamm-Schlusslicht-Lage" leidet und danach ab ins Auto und zu Bobby Womack, Jamie Cullum und Jonathan Jeremiah einmal die Stadtautobahn hoch und runter. Allerdings mit einem kleinen Zwischenstop auf dem Parkdeck des Fernbahnhofs Südkreuz mit Blick über Berlin. Ein großartiger Platz bei Nacht. Ankunft-Abfahrt-Abschied-Wiedersehen - Leben pur. Und das alles zusammen mit einem wundervollen Mann. Wer will da noch fliegen?








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