Donnerstag, 13. Dezember 2012

Immer perfekt

Das Bild im Header ist längst überholt. Der goldene Herbst hat sich mit Glanz und Gloria verabschiedet und für den Winter das Feld geräumt. Bald ist dieses Jahr zu Ende. Wenn wir nicht alle am 21.12. gemeinsam mit dieser Erde im Universum verpuffen, dann dürfen wir in ein paar Tagen unter dem Weihnachtsbaum sitzen und Geschenke auspacken und wiederum ein paar Tage später mit großem Radau ins Jahr 2013 starten.

Was nimmst Du Dir vor? Hast Du schon Pläne, außer dem, dass bitte alles anders und liebend gern natürlich besser werden soll?
Vor ein paar Stunden stand ich in einem Schwimmbad und habe meinen beiden Töchtern zugeschaut. Der einen, wie sie schon recht gelassen ihre Bahnen zog, der anderen dabei, wie sie mit stolz in die Höhe gerecktem Kopf die Schwimmzüge übte. Und während ich sie beobachtete, wusste ich plötzlich, was ich mir für das nächste Jahr vornehme.

Nichts.

Nicht, weil es nichts mehr zu verbessern gäbe, sondern weil einfach alles Wesentliche und für mein Leben Wichtige schon da ist. Und zwar in seiner ganzen Schönheit und Fülle. Das Verbessern, das Entwickeln, das Wachsen, all das braucht mein Wünschen und Planen nicht. All das geschieht von selbst. Im richtigen Moment, am richtigen Ort, mit den richtigen Menschen.
Wenn ich eins in diesem Jahr, das sich nun Tag für Tag ein Stück mehr von uns entfernt, gelernt habe, dann das, dass ich nichts erzwingen kann. Menschen lassen sich nicht so hinbiegen, wie ich sie gern hätte. Ziele haben ihre eigenen Gesetze, die ich nicht immer durchschaue. Prozesse gehen nicht schneller, nur weil ich willens bin, alles voranzutreiben. Das Einzige, das wirklich funktioniert, ist der Augenblick. Und der ist perfekt. Immer. Selbst, wenn wir es anders fühlen.

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