Mittwoch, 19. September 2012

Barcelona in Berlin

Gestern war ich mit Daniel Brühl in Barcelona.
Knut Elstermann von RadioEins war auch dabei.
Und mein Mann.
Und - grob geschätzt - 250 weitere Menschen.
Wir sind durch die Stadt geschlendert, waren im Schwimmbad Picornell, das auf dem Hausberg Barcelonas,
dem Montjuic liegt, schwimmen, haben einen kleinen Jungen ins Camp Nou zu seinem ersten Fußballspiel vom FC Barcelona begleitet und uns dann vom Zauber dieser Stadt trunken ins El Raval gestürzt, um uns die Barcelonische Nacht zu eigen zu machen und zu hoffen, dass ein kleiner Funke dessen, was sie versprüht, in uns bleibt.
Barcelona ist ein Traum.
Einer - in den ich gestern Abend bei der Lesung von Daniel Brühls erstem Buch "Ein Tag in Barcelona" eintauchen durfte, um Neues und Interessantes über die Hauptstadt Kataloniens zu erfahren, sie nicht zu Fuß, sondern literarisch zu erkunden und mich an all die schönen Begegnungen zu erinnern, die ich selbst mit und in Barcelona hatte. Letzteres macht es sicher leicht für Daniel Brühl, dieses Buch zu verkaufen - Barcelona ist eine Stadt, zu der jeder, den ich kenne, auf irgendeine Art eine Beziehung hat. Anders als Paris ist sie selten so romantisch, wie in meinem Fall - die große Liebe kann man dort trotzdem finden. Sie liegt verborgen in den Gassen, den Bars, in der Quirligkeit, der Rauheit, Kantigkeit und dann doch auch in der mancherorts liebevollen Verspieltheit der Architektur und dem Stolz der Bewohner.
Ich kenne das Buch von Daniel Brühl noch nicht ganz, aber die Passagen, die ich gestern gehört habe, waren herzlich geschrieben. Man spürt durch die Worte den Geist der Stadt, will eigentlich sofort die Koffer packen und aufbrechen, bleibt dann doch sitzen, verharrt, lauscht und erfährt nebenbei ein wenig mehr über den Mensch Daniel Brühl - jenseits von Filmrollen und aufgeklebten Etiketten.
Ich jedenfalls hatte nach diesem Abend Lust, die Stadt mit ihm gemeinsam zu erobern. Mich führen zu lassen von einem, der diesen Ort in sich aufgenommen hat und seine Seele in sich trägt. Ich werde das tun, indem ich sein Buch ganz lese und im nächsten Jahr nach Barcelona reise. Zurück in die Stadt, die mein Leben nachhaltig verändert hat. Aber das ist meine Geschichte.
Vielleicht, lieber Daniel Brühl, erzähle ich sie dir mal bei einem Glas Wein in deiner Bar. Bis dahin vielen Dank für dieses Buch und den sehr unterhaltsamen Abend!

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