Freitag, 27. Mai 2011

Selbstlob

Na sowas. Beim Blick in mein Blog-Archiv musste ich feststellen, dass ich die Tatsache, dass dieser Blog bereits seit vier Jahren existiert, überhaupt nicht angemessen gewürdigt habe.
Geboren ist er am 10. Mai 2007, im selben Jahr wie meine jüngste Tochter, am selben Tag wie Fred Astaire, Roland Kaiser und Jenny Elvers, falls die jemand noch kennt.
Da schreib ich nun schon vier Jahre hier gelegentlich oder öfter meine Gedanken auf und vergesse, mir selbst mal dafür auf die Schulter zu klopfen, denn auch so etwas braucht Disziplin.
Finden Sie nicht auch, dass wir uns alle viel zu selten für das, was wir leisten, tun oder sind, loben? Wir vollbringen Tag für Tag kleine Meisterwerke und nehmen das oft genug als gegeben hin.
Lachen Sie jetzt nicht - aber allein die Tatsache, dass wir morgens aufstehen, grenzt eigentlich schon an ein kleines Wunder. Schließlich müssen wir 640 Muskeln in Bewegung bringen. Man könnte diese Menge an Bewegungsmasse ja auch einfach schlafen oder liegen lassen. Aber nein, wir bringen sie auf Trab und schon rattert die Mühle los.
Waschen, Anziehen, Kinder wecken, Kinder versorgen, Nahrungsaufnahme und und und. Irgendwann ein paar Stunden später sitzen wir dann auf dem Sofa und erzählen uns als krönenden Abschluss selbst, dass wir heute irgendwie nichts Besonderes gemacht haben.
Was für ein bullshit.
Ich plädiere für ein wenig mehr Selbstlob. Bevor Sie heute oder morgen schlafen gehen, überlegen Sie doch einfach mal, welch brilliante Maschine Ihr Körper ist und was er alles an diesem Tag, in der letzten Woche, im vergangenen Jahr und in Ihrem bisherigen Leben geleistet hat. Wow, oder?
Und dann lassen Sie mit einem Lächeln auf den Lippen Ihre 640 Muskeln ruhen. Die haben sich das wirklich verdient.
Schlafen Sie schön!

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