Mittwoch, 27. April 2011

Fünf Tage Paradies

Zurück aus den Ferien.
Ich sitze an meinem Schreibtisch und der Start in den Alltag will mir nicht so recht gelingen. Obwohl es reichlich zu tun gäbe, wandern meine Gedanken immer wieder zurück in die Erlebniswelt der letzten Tage.
Es war viel los - vielleicht braucht mein Gehirn die Zeit, all das, was ich gesehen, gerochen, geschmeckt und erlebt habe, zu verarbeiten.
Wie Sie ja vielleicht schon wissen, liebe ich das Meer. Ich schätze den weiten Blick, der sich höchstens mal an einem Segelboot am Horizont oder einer Möve verfängt. Für einen Stadtmenschen wie mich, der kaum fünf Meter weit schauen kann, ohne an irgendeine Hauswand zu blicken, ist das der pure Luxus.
Nun war ich allerdings über die Ostertage nicht am Meer, sondern in den Bergen, die ich - zugegebener Maßen rein urlaubstechnisch bisher konsequent ignoriert habe.
Und nun sitze ich hier und bin völlig fasziniert von all der Pracht und Schönheit, die die Bergwelt zu bieten hat.
Angefangen vom Gletscher, auf dem man noch Skifahren kann, während das Thermometer im Tal 28 Grad Celsius anzeigt, weiter über nebelverhangene Bergspitzen, bis hin zur Vielfalt an Frühjahrsblühern, die sich auf einer Almwiese tummeln.
Ich glaube, ich habe so viele Eindrücke gesammelt wie selten zuvor. Da stehe ich, umgeben von Bergen, Almwiesen und glasklaren Bächen, bin überwältigt und glücklich. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich in diesen Tagen den Satz: "Boah, ist das schön!!!" gesagt habe.
Leider sind fünf Tage schnell vorbei und vielleicht ist der Grund dafür, dass es mir so schwer fällt, einfach da wieder weiterzumachen, wo ich am Donnerstag aufgehört habe, der, dass ich mich herausgerissen fühle. Ein bisschen, wie aus dem Paradies vertrieben. Nun sehe ich wieder Häuserwände, einen völlig vermüllten Stadtpark und maulige Berliner.
Es wird wohl noch ein wenig dauern, bis ich auch hier wieder den Blick für die schönen Dinge habe.

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