Mittwoch, 19. Mai 2010

Großstadthäschen

Was denken Sie jetzt? Worüber schreibe ich?
Über schicke, junge Mädchen, die durch Berlin hoppeln oder über ausgewachsene Karnickel und Zierhasen, die in den Kinderzimmern dieser Stadt rumlungern?
Weder noch.
Heute möchte ich Ihnen etwas über meine Stadt erzählen.
Und darüber, dass es in dieser Stadt unglaublich viele Wildtiere gibt.  Füchse auf dem Schulhof, Fischreiher im Volkspark, Wildschweinfamilien, die eine vierspurige Straße überqueren und Falken, die ihr Nest im Turm des Roten Rathauses gebaut haben. Alles Geschöpfe der Großstadt. Und wie ich neulich im Radio gehört habe, gesellen sich nun mancherorts sogar noch Waschbären dazu.
Ich finde das großartig. Ich freue mich immer wie ein Kind, wenn ich irgendwo ein Tier entdecke. So wie heute.
Im Bezirk Charlottenburg gibt es eine Kreuzung, wo sich 2 jeweils 6-spurige Straßen treffen. In der Mitte befindet sich eine grüne Insel und diese Insel ist das absolute Haseneldorado.
Sie müssen sich das so vorstellen. Rings herum tobt der Großstadtverkehr und mittendrin sitzen Massen von schnuckligen kleinen Häschen, knabbern an Möhrchen, die die tierlieben Berliner dort hinwerfen und lassen sich absolut nicht stören. Das ist wie eine kleine Oase. Ein Ort der Gegensätze. Laut trifft auf leise. Großstadt auf Natur.
Ich habe mal versucht, ein Häschen mit der Handykamera einzufangen.

Der Fotograf Florian Möllers kann das besser. Er hat sich die Mühe gemacht, unseren Großstadttieren über viele Jahre hinweg mit der Kamera aufzulauern.
Herausgekommen ist ein wunderbarer Bildband, der zeigt, dass sich in Berlin Fuchs und Hase offensichtlich doch Gute Nacht sagen.

1 Kommentar:

Miahira hat gesagt…

Interessant geschrieben! :)