Mittwoch, 5. Mai 2010

Die Geschichte von den Bienen

Neulich erzählte mir ein Freund, dass er einem neuen Hobby nachgeht.
Ich tippte auf Tauchen, Bergsteigen oder Briefmarkensammeln, aber nein - weit gefehlt.
Besagter Freund ist seit neuestem ein Jungimker.
"Oha", so mein Kommentar, "Seit wann hast du Ahnung von Bienen?"
Ich erntete natürlich zunächst ein souveränes Schmunzeln, wohl wissend, dass in der Frage nach den Bienen eine gewisse Doppeldeutigkeit steckt.
"Nein, sag mal im Ernst. Ich meine, so ein Bienenvolk muss doch richtig versorgt werden.Und überhaupt, wir sind hier in Berlin und nicht irgendwo auf dem Land."
Wieder Schmunzeln und zwar das von der Sorte, wo man sicher sein kann, dass der Gesprächspartner es so richtig genießt, mehr zu wissen als man selbst.
"Jetzt komm schon, mach es nicht so spannend!"
Ich war wirklich neugierig, denn der Umfang meines Bienenwissens beschränkte sich bis dato auf das, was ich bei Maja und Willi gesehen habe und auf das, was man von seinen Eltern und Lehrern über die Bienen erzählt bekommt.
Da klaffte also eine gewaltige Bienen-Bildungslücke.
"Also..." holte besagter Freund aus und dann durfte ich lernen.
Zum Beispiel dass es allein in Berlin 14 Imkervereine und weit mehr als 3000 Bienenvölker gibt. Dass man als Jungimker einen erfahrenen Imkerpaten an die Seite gestellt bekommt, dessen Bienenstandort man für 1 Jahr nutzen kann und von dessen Bienenvolk man sogar einen Ableger erhält um daraus einen eigenen Bienenstaat wachsen zu lassen. Dass die Bienen einen warmen Tag im Januar brauchen, um einmal auszufliegen und ihren Darm zu entleeren. Und dass 30 Prozent der Berliner Bienenvölker im letzten Winter eingegangen sind, weil es zu lange ohne Unterbrechung zu kalt war. Und noch vieles mehr.
Ich war wirklich beeindruckt und vielleicht habe ich ja auch bei Ihnen die Lust geweckt, mehr über Bienen zu wissen oder sogar selbst mal mit dem Imkern zu beginnen.
Die Vorstellung, den Honig in Strömen fließen zu lassen, hat doch einen gewissen Reiz und zu wissen, wie es die Bienen denn nun wirklich machen, kann ja auch nicht verkehrt sein.

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