Montag, 17. Mai 2010

Kreative Bastelei

Wenn Sie mal einen Blick nach rechts auf die Liste der blogs werfen, die ich ab und an besuche, werden Sie feststellen, dass es überwiegend blogs mit kreativen Ideen für Hand-, Näh- oder Bastelarbeiten sind.
Dabei bastel, nähe und werkel ich gar nicht selbst.
Aber ich bewundere das, was die Frauen da so zaubern. Es fasziniert mich einfach, mit welcher Begeisterung einige dabei sind. Ich muss dann oft an meine Mutter denken, die selbst nie das Handwerk der Schneiderin erlernt hat und trotzdem immer - learning by doing - die tollsten Sachen an der Nähmaschine gezaubert hat. Sie ist diesem Pfad gefolgt und hat irgendwann mit ein paar Umwegen daraus ihren Beruf gemacht. Ein Standbein auf dem sie heute noch steht.
Ob das für die Blog - Frauen auch ein Beruf ist? Oder machen die das nebenher? Und wenn ja wann? Und wenn man es als Hobby betreibt und so gut ist wie einige, sollte man dann nicht doch einen Beruf daraus machen? Oder vergeht einem dann der Spaß?
Sie sehen, ich zerbreche mir den Kopf.
Vielleicht weil ich selbst an einem kritischen Punkt stehe. Für mich war das Schreiben lange eine Leidenschaft. Dann habe ich es zum Beruf gemacht, innerlich mit dem Vertrauen, dass Menschen, die ihrer Berufung folgen, auch erfolgreich sind.
Nun merke ich, es ist verdammt zäh und schwer, damit sein Geld zu verdienen und darüber geht mir langsam die Freude an der Sache verloren. Das Letzte, was ich eigentlich will.
Was tun? Job suchen und Hobbyautorin bleiben? Autorin sein und durchbeißen? Richtig gutbezahlte Aufträge beim Universum bestellen?
Die Indianer sagen: "Wenn dein Pferd tot ist, steige ab." Sie haben ja recht, denn tot ist tot, da kann ich das Pferd noch so lieben. Nun ist der Schreibberuf kein Pferd und die Ananlyse, ob nun hier der Tod schon zweifelsfrei eingetreten ist, fällt deutlich schwerer. Irgendwie gibt es immer noch ein ABER...
Nun ja - ich werde mir mal ein Beispiel an den kreativen Frauen nehmen und mir eine Lösung basteln. Vielleicht zunächst in Form einer Collage. Manchmal hilft es ja, die Energie mehr auf das zu lenken, was man wünscht, statt auf das, was nicht klappt.
Ich halte Sie auf dem Laufenden!

Kommentare:

Ina hat gesagt…

Liebe Jeannette,

du hast sehr schön ausgedrückt, wie es auch mir z.Zt. geht. Ich habe gerade heute einen Artikel für eine Zeitung geschrieben über einen Traum den ich mal hatte, der aber nicht geklappt hat. ich wollt einmal ein Cafe eröffnen und dachte auch das dies mein Weg ist.War er aber wohl nicht. Dann bin ich zu meiner eigenen Beratungspraxis gekommen, da ich schon lange Jahre in der Beratungsarbeit tätig war, bot sich dieses an. ich besuchte noch Fobis etc. Einige Jahre ging dies gut und jetzt seit zwei jahren schleppend. Der Bedarf ist da, nur nicht das Geld um mich zu bezahlen.Jetzt bin ich dabei mit einem befreundeten Coach einmal von oben auf meine Möglichkeiten zu schauen. Denn ich habe das Gefühl ich habe meinen weg vor der Nase und sehe ihn nicht wirklich. Es gibt dafür einige neue Ansätze, die aber bedeuten das ich mich vielleicht auch von meiner Praxis trenne und du sagst selber - vom Pferd absteigen ist nicht so einfach. (vor allem wenn man von so vielen Pferden aufeinmal absteigen muss- äh, hier hinkt das Beispiel wohl dann)Ich habe ja schon mal auf meinem Blog geschrieben das im Moment einige Bereiche ohne Boden bei uns sind. Aber ich glaube dennoch das es auch Berufung gibt, nur ob nebenbei oder hauptberuflich - das ist wahrscheinlich immer mal wieder eine Frage die man sich stellt wenn man im kreativen Bereich (und dazu gehört dein schreiben ja auch) tätig ist. Ich kann deine Fragen so gut verstehen und möchte dir Mut machen. Begabungen sindnie umsonst da und es wäre schade sie nicht richtig einzustezen.Vielleicht wäre ein solcher Coach für dich auch einmal interessant. Für mich ist es immer wichtig zu beten. Du sagst Wünsche zum Universum schicken, jedem das was er denkt, aber dabei zu erwarten das man den eigenen Weg finden wird.
Ich wünsche dir das dein Weg für dich klarer wird und du den Mut behälst dran zu bleiben.

Liebe Grüße
Ina

Ina hat gesagt…

oh oh,sehe gerade in deinem Profil das du ja selbst ein Coach bist- sorry- nichts für ungut, manchmal ist es trotzdem hilfreich:-)

Die Spaziergaengerin hat gesagt…

Liebe Ina, danke für's Mutmachen! Ich stimme dir ganz und gar zu: man hat seine Begabungen nie umsonst! Ach und das mit dem Coach - du weißt ja, der Schuster hat oft die schlechtesten Schuhe und ein guter Berater für andere zu sein heißt noch lange nicht, dass man auch ein guter Berater für sich selbst ist. Aber ich bin ein optimistischer Mensch. Das wird sich entwickeln! Liebe Grüße, Jeannette