Dienstag, 4. September 2007

Vergessen, wie es war...

Ich fühle mich wie nach einer durchzechten Nacht. Mir ist kalt, obwohl das Termometer 24 Grad anzeigt. Die Augen brennen und ich habe Mühe, sie offen zu halten. Mein Körper bewegt sich, als ob er nicht zu mir gehört. Bin ich krank?
Nein - ich habe ein Baby.
Vier Wochen ist es alt und seit vier Wochen habe ich nicht eine Nacht mehr durchgeschlafen.
Ja, das habe ich alles vorher gewusst. Ja, ich weiß, dass man (Frau) da durch muss. Und ja, wer das eine will, muss das andere mögen.
Trotzdem - darf ich mal jammern?
Gibt es da draußen in dieser Welt, zu der ich momentan nicht gehöre, da sich mein Leben auf 110 Quadratmetern abspielt, jemanden, der mich versteht? Der Mitleid hat und einstimmt in mein Gejaule?
Jetzt, während ich hier sitze und schreibe, schläft dieser kleine Engel friedlich in seinem Bettchen. Das übrigens seit drei Stunden. Ich ärgere mich im Stillen, dass ich mich nicht einfach dazu gelegt habe. Vorschlafen für heute Nacht sozusagen. Nur leider kann man nie wissen, schläft dieses kleine Monster nun lange, oder macht es nur ein kurzes Nickerchen, für das es sich nicht lohnt, den Pyjama überzustreifen.
Unterm Strich bleibt die Tatsache, das so das Leben ist.
Man muss sich halt an einander gewöhnen. Einen gemeinsamen Rhythmus finden, den es vielleicht gar nicht gibt, weil wir völlig verschieden sind. Wer weiß das schon in dieser Phase.
Ich rette mich über die Zeit, in dem ich mir die ersten Monate mit meinen beiden anderen Kindern in Erinnerung rufe.
Das Gute an solchen Erinnerungen ist ja, dass wir sie besser machen, als sie es in Wirklichkeit waren. Ja, natürlich hat mein Kind mit drei Monaten durchgeschlafen...und so weiter.
Also träume ich mir am Tag etwas vor und sehne mich nach dem Morgen, an dem ich nach einer durchschlafenen Nacht aufwache und ein freundliches Glucksen aus dem Bettchen neben mir ertönt.
Wann war das noch mal????????

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