Dienstag, 17. Juli 2007

Vielleicht die Hälfte, vielleicht auch nicht...

Gestern hatte ich Geburtstag. Es war der 40ste. Eine magische Grenze, ein Schwellengeburtstag. So richtig bewusst wurde mir das erst heute morgen, als ich beim Frauenarzt die Brigitte aufschlug und eine Anzeige der Brigitte - woman sah. Die Zeitschrift für die Frau ab 40.
Darf ich ab jetzt keine Brigitte mehr lesen, schoss es mir durch den Kopf? Gehöre ich von nun an nicht mehr zur Zielgruppe? Offensichtlich.
Als ich klein war, hat meine Mutter immer gesagt, dass sie sich mit 40 das Leben nimmt. So alt möchte sie nicht werden. Ich habe dann immer verzweifelt gerechnet, wie viele Jahre uns noch bleiben. Heute ist sie fast 60 und kann sich daran nicht mehr erinnern. Im übrigen liest sie auch noch Brigitte und nicht Brigitte woman. Also, ich sollte optimistischer sein.
Bin ich ja im Grunde auch. Muss ich, denn abgesehen von der Tatsache, dass jetzt eine 4 statt einer 3 meine Altersangabe ziert, bin ich im neunten Monat schwanger und werde in den nächsten Tagen einem kleinen Mädchen das Leben schenken. Ein Neuanfang in doppeltem Sinne, der das gefühlte Alter statt dem kalendarischen in den Vordergrund rückt.
Will sagen - ich bin glücklich.
Glücklich und dankbar darüber, dass ich es bis hierher geschafft habe. Dass das Leben mir wohlgesonnen war und ich heute mehr als vor zehn Jahren das Gefühl habe, reich beschenkt zu sein. Nicht im Materiellen, mehr im übertragenen Sinne.
Vielleicht habe ich ja noch einmal soviel Zeit und kann meiner Tochter dann zu ihrem 40. Geburtstag gratulieren. Ich weiß jetzt schon, was ich ihr dann schenke. Ein Abo für die Brigitte, wenn es sie dann noch gibt.

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