Sonntag, 25. Oktober 2020

Gewandert wie ein Mammut


Weiter, immer weiter, einen Fuß vor den anderen setzen, dazwischen ein Blick in die Landschaft, ein kurzer Wortwechsel. "Ach wie schön, siehst du die Birke dahinten, ihr Laub leuchtet goldfarben". "Ja". Weiter, immer weiter bis zum nächsten Blick, bis zum nächsten Gedanken, bis zum Ziel. Wenn ich es erreiche, habe ich ganze 55 Kilometer geschafft. Dann bin ich den Little Mammutmarsch gewandert. 

Montag, 21. September 2020

Angst, wir müssen reden

 
Da ist es – das neue Buch. Eins, das in eine Zeit passt, in der durch die Klimaveränderungen, Digitalisierung und Corona an unseren Urängsten gerüttelt wird. 

Ängste plagen die Menschen schon so lange, wie es die Menschen gibt. Manche von ihnen gehören zu unserem Werden dazu. Sie zu überwinden, schenkt uns Autonomie: z.B. die Angst vor dem ersten Schritt weg von den Eltern oder die Angst vor der ersten Reise, die man allein macht.

Freitag, 7. August 2020

#B0108 – Der Versuch einer Annäherung

Jeannette Hagen

Ich habe ein paar Tage gebraucht, um die Bilder, die ich seit der Corona-Demo am 1. August in Berlin in meinem Kopf habe, zu sortieren. Es hat ein bisschen gedauert, bis ich meine eigene Wut und mein Entsetzen verstanden habe und einordnen konnte. Nun hat sich der Nebel gelichtet.

Dienstag, 15. Oktober 2019

Schmidts Erbe

Für diesen Beitrag nehme ich Dich mit auf die Seite der "Zukunftsmacher". Dort habe ich einen Beitrag verfasst, in dem es darum geht, wie schwer man es in Deutschland momentan hat, wenn man von einer gerechteren oder besseren Welt träumt. Ich denke, wir brauchen jeden Träumer/jede Träumerin. Aber lies selbst: Schmidts Erbe

Sonntag, 23. Juni 2019

Radikale Menschlichkeit

Irgendwann – und das wird nicht mehr lange dauern – nehmen Maschinen uns komplett das Denken ab. Sie treffen Entscheidungen für uns, entwickeln sich selbstständig weiter, werden unsere Leben lenken. Auf vielen Ebenen geschieht das jetzt schon. Meine Freiheit, von der ich immer dachte, dass ich sie noch besitze, habe ich mit meinem Smartphone und dem Eintritt in die sozialen Netzwerke bereits ein Stück weit abgegeben. Fragt sich, an wen?

Montag, 10. Juni 2019

Die Spaziergängerin goes YouTube

Es ist ein paar Wochen her, als ein YouTuber namens Rezo für ein mittleres Erdbeben in der politischen Landschaft gesorgt hat. Sein Video "Zerstört die CDU" hat mittlerweile über 14 Millionen Aufrufe und hat so manchen Politiker ins Schlingern gebracht. Ich wollte Rezo antworten, allerdings nicht einfach nur so, sondern mit einem eigenen kleinen Video.

Sonntag, 31. März 2019

Mein Baum, Dein Baum, unser Wald

Ich werde den Morgen nicht vergessen, als ich letztes Jahr im August die Balkontür meiner Berliner Wohnung öffnete und sich der Brandgeruch sofort in meiner Nase festsetzte. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich schon, dass über 300 Hektar Wald bei Treuenbrietzen im Land Brandenburg lichterloh brannten und dass auch meine fünf Hektar, die Teil dieses Areals sind, betroffen waren. Gestern war ich dort und habe neue Bäume gesetzt. Nicht nur für mich, sondern auch für Dich, für uns alle. Denn wir brauchen jedes Stück Wald. 

Freitag, 29. März 2019

Seemann mit Herz: Claus-Peter Reisch, Kapitän der Lifeline im Gespräch

Claus-Peter Reisch und Markus Imhoof
Claus-Peter Reisch ist wohl das, was man einen waschechten Bayer nennt. Einer mit einem großen Herz, der für seine Menschlichkeit und sein Engagement nun angeklagt ist, weil Europa in der Flüchtlingsfrage kläglich versagt und offenbar keinen anderen Ausweg sieht, als zivile Seenotretter an den Pranger zu stellen. Seenotrettung ist kein Verbrechen, das muss man immer wieder klar sagen und wir können uns glücklich schätzen, dass es Menschen wie Reisch gibt, die den Mut haben, für unsere europäischen Werte einzustehen. Die die Fahne der Menschlichkeit auch im Sturm oben halten. Ich habe den Kapitän der Lifeline in Berlin getroffen.

Donnerstag, 21. Februar 2019

Fortschritt durch Ungehorsam – Der Beweger Wolfram P. Kastner

Heute vor 100 Jahren, am 21. Februar 1919 wurde Kurt Eisner ermordet. Dass viele seinen Namen nicht kennen, obwohl er als erster Ministerpräsident Bayerns Großartiges für unsere Demokratie geleistet hat, liegt unter anderem auch daran, dass die aktuelle Bayerische Landesregierung das Verdienst Eisners selbst an so einem Tag nicht würdigt. Keine Feier, kein Gedenken. Markus Söder hat sogar das Kunststück vollbracht, in seiner Rede zum Festakt „100 Jahre Freistaat Bayern“ den Namen Kurt Eisner nicht einmal zu erwähnen. Warum? Weil er Jude, ein Linker, ein Pazifist war? Weil er in Berlin und nicht in München geboren ist?  Weil er vor seinem Leben als Politiker Dichter und Philosoph war? Man weiß es nicht, doch die Tatsache, dass man hier so geschichtsvergessen agiert, wirft Fragen auf. Manche verleitet es auch zum Handeln. So wie Wolfram P.  Kastner. Er setzt sich seit vielen Jahren dafür ein, Eisners Vermächtnis zu würdigen. Aber nicht nur das.